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Baskenland-Rundreise 2023

Hurra, es geht in den Urlaub nach Spanien!

Wir haben uns eine Route durch das Baskenland zusammengestellt und werden ein paar Abstecher in die benachbarten Provinzen Navarra und Kastilien unternehmen, aber davon später mehr.


Am Montag, 22.05.2023, geht es  mit der S-Bahn zum Flughafen. Wir haben genügend Zeit und meistern die Gepäckabgabe problemlos, dann warten wir und warten wir, bis das Gate bekannt gegeben wird. Der Abflug von K22 startet mit ziemlicher Verspätung um 16:15 Uhr und so landen wir erst gegen 18:15 Uhr in Bilbao. Bis wir unser Gepäck haben, dauert es auch ein Weilchen, aber zum Glück ist alles da. Weiter geht es zur Autovermietung Hertz am Flughafen im Untergeschoss, wo sich ebenfalls eine Schlange gebildet hat. Wir bekommen einen Riesenoschi (Lync&Co 01) für die nächsten Tage. Damit starten wir dann erst mal nach Bilbao, landen aber in einem falschen Viertel mit demselben Straßennamen, also nochmals Adresseingabe – dieses Mal mit Hotelnamen – und wieder ein Stück retour über eine Mautstraße (1,35€). Den Wagen stellen wir gleich in einer Tiefgarage in der Nähe des Hotels ab und rattern mit unserem Gepäck ins Hotel Petit Palace Arana. Dann geht es mit Kohldampf zum Essen. Bei „Charly“ lassen wir uns Pintxos und Wein schmecken. Sehr lecker. Nach einer kurzen Fotorunde sind wir um 23:15 Uhr müde im Hotel.


Dienstag, 23.05.2023 (Bilbao)

Gegen 8:00 Uhr sind wir im 6. Stock unter dem Dachstuhl beim Frühstück und lassen es uns wieder gut gehen. Der frische Orangensaft ist einfach super. Um 9:00 Uhr sind wir schon zu Fuß unterwegs im Casco Viejo. Die Kathedrale Begoña öffnet ab 10 Uhr, also werden wir ihr erst am Nachmittag einen Besuch abstatten. Wir streifen ein wenig durch die Altstadt, überqueren die Zubizuri Brücke, die hinüber ins moderne Viertel führt, gehen am Guggenheim Museum vorbei und weil es (noch) nicht regnet in den anschließenden Park. Ein ehemaliger Lehrer erzählt uns auf Spanisch einiges über Bilbao und gibt uns Tipps, wo wir gut und günstig essen gehen könnten. Leider verstehe ich nur ¼ und so sind wir doch wieder bei der Essenssuche auf uns selbst gestellt. In einem kleinen Café am Rande des Parks gönnen wir uns einen cafe con leche und schauen uns danach eine Freiluft-Fotoausstellung „25 Jahre – meine Liebe zu Bilbao“ an. Es sind wirklich beeindruckende Fotos.

Jetzt wird es Zeit für das Guggenheim Museum, das wir heute als Senioren (Eintritt pro Person 9€ anstelle 16€) betreten. Die Architektur innen wie außen beeindruckt uns mehr als die Ausstellungen selbst. Aber das Museum ist wirklich sehenswert. Zwischenzeitlich schüttet es und wir sind mit unserer Zeiteinteilung sehr zufrieden.


Auch als wir raus gehen, regnet es noch ein bisserl bis kurz vor dem Hotel, dem wir einen Besuch abstatten, bevor wir dann die – jetzt offene – Kathedrale (Eintritt 5€ für Senioren) und eine weitere Kirche (San Anton) besichtigen. Nach so viel Kultur gönnen wir uns in der Markthalle einen Aperitivo und Pintxos.  Lecker. In einem kleinen Laden in der Nähe des Hotels habe ich einen Anhänger entdeckt, der mir gefällt, da das Geschäft noch nicht geöffnet ist, legen wir erst mal im Zimmer die Füße hoch. Bevor wir heute etwas früher zum Essen gehen, erstehe ich den Anhänger mit Kette und anschließend kehren wir wieder bei „Charly“ ein. Dieses Mal sind wir schon „Stammgäste“ und bekommen noch einen Schluck extra aufs Haus. Mit dem Stativ bewaffnet wollen wir anschließend noch Nachtfotos schießen und stehen uns die Füße in den Bauch, weil die Laternen einfach nicht eingeschaltet werden. Um 21:30 Uhr brechen wir unsere Aktion erfolglos ab, um dann um 21:40 Uhr doch noch kurz ein paar Fotos zu machen. Um 22:30 Uhr gehen in unserem Zimmer die Lichter aus. Wir sind müde.


Mittwoch, 24.05.2023 (Bilbao – Lekeitio)

Gegen 8:00 Uhr sind wir (fast) munter und frisch geduscht beim Frühstück. Anschließend satteln wir die Hühner und checken aus. Es tröpfelt. Mit unserem Gepäck rattern wir zur Parkgarage und erhalten über das Hotel einen Rabatt für die Parkgebühr. Nachdem das Gepäck verstaut ist, kann’s auch schon los gehen. Franz meistert Bilbao wieder super. Noch einmal geht es beim Guggenheim Museum vorbei über die Brücke und auf das kurze Mautstück. 1,35€ habe ich, wie ich nun ja schon weiß, abgezählt parat. Das Wetter ist durchwachsen grau. Ca. 39km sind es bis zum Parkplatz von „San Juan de Gaztelugatxe“.

Vorsichtshalber wandern wir mit den Regenjacken los, die uns aber schon bald zu warm werden. Das erste Stück geht durch den Wald auf gepflastertem Weg teilweise steil bergab (ui, da müssen wir nachher wieder rauf!), dann folgen nach einem kurzen geraden Stück, wo es auch eine Wasserstelle gibt, die wir gerne nutzen, 230 Stufen über einen ebenfalls gepflasterten Kreuzweg hinauf zu einer Klosterkirche, die auf einer Halbinsel errichtet wurde.


Auf dieser schweißtreibenden Wanderung erleben wir atemberaubende Ausblicke. Das hat sich wirklich gelohnt, auch wenn wir nicht die Einzigen waren, die heute die Idee zu diesem Ausflug hatten. Beim Rückweg schwitzen wir nun zuerst hinunter, dann wieder hinauf. Die Regenjacken hätten wir definitiv nicht gebraucht, obwohl wir jetzt nass sind, schweißnass. Als wir beim Parkplatz ankommen, warten die nächsten Besucher schon auf unsere Parklücke.

Weiter geht die Fahrt nach Lekeitio mit einem Zwischenstopp in Mundaka, weil ich dort eine schöne Kirche mit Meerblick entdeckt habe. Wir laufen noch ein bisschen durch den Ort zur nächsten Kirche und bekommen den Schulsport (Fußball) vor der Kirche zu sehen. Danach geht es aber ohne weitere Unterbrechung zu unserem heutigen Etappenziel nach Lekeitio ins Hotel Silken Palacio Uribarren Jauregra . Das Hotel sieht uns nicht lange, denn wir genießen bald einen kleinen Imbiss im Hafen (Bier, Weißwein und je ein Pintxo). Der Himmel ist kurzzeitig „undicht“, aber schon bald wieder trocken. Bei der Suche nach einem Lokal sind wir leider noch nicht fündig geworden, weil das Lokal, das uns gefallen hätte, leider heute geschlossen ist. Ich gehe noch weiter auf Suche, während Franz schon mal im Hotel seine Füße hoch legt. Wenigstens bekomme ich in der Touristeninfo noch die Auskunft, wo ich Wasser einkaufen kann. Danach bin auch ich müde und genieße erst mal das Zimmer bzw. das Bett. Vom Zimmer aus haben wir einen traumhaften Blick auf den Sandstrand und sehen, wie die einsetzende Flut den Verbindungsweg zu einer vorgelagerten Insel nach und nach überspült.


Franz hat mit Google eine Pizzeria ausfindig gemacht, die wir um 19:30 Uhr aufsuchen werden, aber davor unternehmen wir noch einen Abendspaziergang durch den Hafen und bestaunen die Wellen, die sich an der Kaimauer brechen. Die laut Reiseführer sehenswerte Kirche ist geschlossen und dann wegen eines Begräbnisses nicht zu besichtigen. Das Abendessen in der Pizzeria Santi (ab 20 Uhr) ist wirklich sehr gut. Heute sind wir geschafft und schon um 21:25 Uhr im Hotel.


Donnerstag, 25.05.2023 (Lekeitio – Hondarribia)

Der neue Tag beginnt gleich mal mit einem Sonnenaufgangsfoto aus dem Hotelzimmer. Wir genießen anschließend das Frühstück mit Blick zum Strand und starten gegen 9:15 Uhr Richtung Donostia – San Sebastian. Den ersten Stopp haben wir bereits nach wenigen Kilometern in Mundokia. Eine nette, junge Dame in der Touristeninfo händigt uns den Ortsplan und viele Informationen zum Flysch (einer geologischen Gesteinsformation) aus. Wir wandern also brav quer durch die mittelalterlichen Gassen zum Hafen mit den natürlichen Badebecken und ein Stück zur Aussicht auf die noch wenig beeindruckenden Gesteinsformationen, dann geht es zurück zum Auto, das heute kostenlos in der Tiefgarage von Mundokia auf uns wartet. 

Weiter geht es über Deba nach Zumaya (Zumaia). Wir parken bei der Info und dürfen dort auch stehen bleiben, bis wir von unserem Rundgang zurück kommen. Parkplätze sind dort ziemliche Mangelware. Hier finden wir nun tatsächlich beeindruckende Gesteinsschichtformationen (Flysch) und wagemutige Anfangssurfer am Strand. Beides wirklich sehenswert. Nach etlichen Fotos wollen wir über die Landstraße weiter nach Donostia - San Sebastian, aber das Navi schickt uns unbeirrt auf die kostenpflichtige Autobahn (4,51€).

In San Sebastian, lotst es uns zum zentralen Sandstrand „La Concha“ ins Parkhaus, obwohl wir einen anderen Punkt eingegeben hatten. Bei unserem Blitzbesuch in San Sebastian, sehen wir Sandkünstler und drehen leider nur eine klitzekleine Runde durch die wirklich sehenswerte Stadt. Nach 2,15€ Parkgebühr – und das war nicht lange – fahren wir schon wieder weg, weil unser Etappenziel Hondarribia ruft. Schade, hier hätten wir es länger ausgehalten. Franz meistert erst die enge Ausfahrt mit unserem riesigen Kübel aus der Tiefgarage und dann wieder ungewollt ein Stück Autobahn bis Hondarribia.

Am Parador, der leider eingehüllt ist (Bauarbeiten an der Fassade), darf unser Auto heute für 19€ nächtigen. Wir bekommen einen Willkommenstrunk (Amigoskarte) auf der Terrasse. Anschließend steht eine Ortsbesichtigung auf dem Plan: erst die sehr sehenswerte Kirche, dann durch die mittelalterlichen Gassen Richtung Fischerviertel und zurück ins Hotel. Die Lokalsuche ist wieder mal schwierig: ziemlich fischlastig und etliche Lokale sind geschlossen (Vorsaison). Schließlich landen wir in einer “Boaz’n“ für Einheimische, essen Pintxos und bekommen den Tinitus gratis dazu.

Auf dem Weg zurück ins Hotel wandert noch eine Eistüte mit. Um 22:30 Uhr sind wir im Zimmer. Morgen haben wir um 8:15 Uhr unseren Frühstückstermin, den mussten wir bereits beim Check-in angeben.


Freitag, 26.05.2023 (Hondarribia – Pamplona)

Vor unserer Frühstückseinteilung werfen wir noch einen Blick auf die morgendliche, menschenleere Plaza vor dem Hotel, die sich im Sonnenschein präsentiert. Es ist 8 Uhr und wir können auch jetzt schon frühstücken, es sind Plätze frei. Fürs Buffet hat jeder Gast seine eigene Vorlegezange auf dem Tisch, auch keine doofe Idee. Beim Bezahlen bekommt unser Auto wegen der Paradores-Karte einen kleinen Rabatt (17,21€). Um 9 Uhr sind wir schon auf der Landstraße unterwegs. Jetzt endlich konnten wir das Navi überlisten und schaffen es tatsächlich ohne Maut bei blauem Himmel und 20°C nach Tolosa. Parkplätze sind auch hier Mangelware, aber wir meistern sogar die Bedienung einer baskischen Parkuhr. Eine Stunde, denken wir, sollte reichen, dann mal schnell Richtung „malerische Altstadt“. Die Kirchen lassen wir heute mal links und rechts liegen und schauen uns nur die bunten Häuser und Graffitis an.

Anschließend geht es wieder mautfrei – jetzt haben wir den Dreh raus – nach Pamplona. Um 12:12 Uhr fahren wir vor und werden auch gleich freundlich im Hotel Catedral empfangen. Wir bekommen ein modern eigerichtetes Zimmer und das Auto schläft heute für 19€ unter unserem Fenster am Hotelparkplatz. Anschließend zieht es uns kreuz und quer durch die interessante Stadt. Nach einem Erfrischungsstopp in einer Bar gehen wir über den Hauptplatz und die Stierkampfarena wieder zurück ins Hotel und machen uns mal frisch.

Dann steht die Besichtigung der Kathedrale auf unserem Plan. Sie ist geöffnet. Der Eintritt für Senioren kostet 4€. Diese Kathedrale ist wirklich beeindruckend: Kreuzgang, Innenhof, Museum und die Kathedrale selbst. Wir lassen uns Zeit. Um 18 Uhr sind wir wieder auf unserem Zimmer und legen mal kurz die Füße hoch. Um 19 Uhr gibt es einen Begrüßungstrunk im Hotel und danach geht es zum Essen. Im „Tagliatelle“ am Hauptplatz lassen wir uns eine fantastische Lasagne und Wein schmecken. Anschließend schlendern wir durch das Vergnügungsviertel wieder zurück zum Hotel.

Samstag, 27.05.2023 (Pamplona – Laguardia)

Gut ausgeschlafen lassen wir uns das Frühstück schmecken und nach Unterstützung des Hotelpersonals bei der Suche, wie sich der Tankdeckel öffnen lässt, fahren wir gegen 9 Uhr weg. In Logroño rastet das Auto wieder mal  im Parkhaus, während wir uns die mittelalterlichen Gassen, Kirchen und Graffitis ansehen. Ein Kaffee im Café Moderno  beendet unseren Besuch in Logroño.

Weiter geht es nach Elciego in der Rioja-Region, wo wir uns eine moderne Bodega mit anschließendem Hotel anschauen wollen. Das Hotel wurde von Frank Gehri entworfen und die Übernachtungspreise sind dementsprechend stolz. Also nur anschauen. Die Besichtigung sei allerdings nur mit Führung möglich, teilt man uns mit. Aber das Hotel sehen wir trotzdem von aussen. Danach parken wir noch am Ortseingang von Elciego und schlendern ein wenig durch den schönen, alten Ort. Die Kirchen sind (zum Glück) geschlossen.

In Laguardia suchen wir erst mal unser Hotel. Das Silken Hotel liegt zwar an der Durchgangsstraße ist aber ziemlich schlecht ausgeschildert und total zugeparkt. Endlich findet Franz am Seitenstreifen ein Plätzchen fürs Auto. Das Hotelpersonal ist vom Besucherandrang reichlich überfordert und nicht sonderlich freundlich. Wir bekommen ein ziemlich hellhöriges Zimmer. Das Stuhlgeruckel von oben und die feiernden Gäste von unten sind gut zu hören. Kommunion wird in dieser Gegend ganz groß gefeiert und die scheint heute gewesen zu sein. Wir machen uns mal zu Fuß auf den Weg in den Ort und fahren mit einem Aufzug von der Durchgangsstraße hinauf in den von einer Stadtmauer umgebenen Ort. Auch dort geht es ganz schön zu. Die Kircheneintritte (geöffnet ab 17 Uhr) schenken wir uns heute und schlendern lieber durch die netten Gassen. Um 17:30 Uhr halten wir Zimmerstunde im Hotel.

Unser Auto darf dann am Abend noch auf einen besseren Parkplatz übersiedeln und wir finden eine kleine spanische Pizzeria, die lautstärkenmäßig locker mit einer großen Pizzeria mithalten kann. Erstaunlich, welche Lautstärke 6 spanische Gäste mühelos zusammenbringen. Als diese gehen, ist es schlagartig still – magic. Wir bestellen eine Pizza des Hauses für 2 Personen und Wein. Erst waren wir nicht sicher, ob noch eine Pizza kommt, sind aber froh, dass es bei der einen bleibt, da wir danach schon satt sind. Glück gehabt. Nach einem kurzen Abendspaziergang durch Laguardia, mein Fotoakku war leer, gehen wir ins Hotel zurück, wo auf der Terrasse der Bär steppt. Um 22:30 Uhr gehen wir ins Bett.

Sonntag, 28.05.2023 (Laguardia – Vitoria-Gasteiz)

Bei Sonnenschein sind wir heute um 8:30 Uhr beim Frühstück. Die Bedienung rattert gleich mal wie ein Maschinengewehr los. Kein Problem, wir sind ja schon fast Native-Speakers ;-) und so bestelle ich die Gläser für den Orangensaft auch gleich auf Spanisch. Als wir das Hotel verlassen, wollte die Rezeptionistin noch wissen, ob alles in Ordnung gewesen sei. Unsere Meinung, dass es nachts sehr laut gewesen und die Parkplatzsituation im Hotel recht „bescheiden“ gewesen sei, wird von ihr kommentiert, dass Spanier eben laut seien und die Parkplatzsituation in Madrid (?) noch viel schlimmer sei. Aha.

In Laguardia machen wir noch einen schönen Spaziergang in einem Vogelschutzgebiet und genießen die Ruhe, bevor wir um 10:30 Uhr Richtung Vitoria-Gasteiz durchs Gebirge starten. Radfahrer strampeln tapfer bergauf, Motorradfahrer kommen uns entgegen.

Gegen 12:15 Uhr treffen wir im Hotel (NH Canciller Ayala Vitoria Ramon y Cajal ein. Das Hotel hat eine Tiefgarage und die steuern wir auch gleich mit einem kleinen Umweg (Einbahnstraßen) an und landen zielsicher in der daneben liegenden, privaten Tiefgarage, aus der wir dann nicht mehr heraus kommen, weil wir einen Schlüssel bräuchten. Hochzeitstag in der Tiefgarage? – mal was Neues. Zum Glück kommt ein Bewohner aus dem Haus herunter, öffnet uns und wir können in die richtige Tiefgarage daneben „übersiedeln“. Glück gehabt. Aufs Zimmer können wir erst ab 15 Uhr, aber das Gepäck können wir schon mal abstellen. Mit leichtem Gepäck (Foto und Videokamera) machen wir uns auf zum Sight Seeing. An der Plaza Bianca genehmigen wir uns bei 24°C einen Aperol Spritz und beobachten die Kinder, die sich von den Brunnen

nass spritzen lassen. Weiter schlendern wir durch die Stadt über einen Flohmarkt unter den Arkaden der Plaza España, zur Kirche (wir werfen einen kurzen Blick hinein, weil die Messe gerade aus ist), zur Kathedrale und durchs Vergnügungsviertel. Gerade rechtzeitig können wir uns noch bei einer überdachten Rolltreppe unterstellen, bevor ein heftiger Regenguss für 10 Minuten einsetzt. Durch den Park Florida gehen wir dan trocken zum Hotel zurück und bekommen gerade noch den Schluss einer südamerikanischen Tanzeinlage im Park mit. 

Jetzt bekommen wir auch unser Zimmer (#307) und machen uns dort mal breit. Um 16 Uhr gehen wir auf Suche nach einem schönen Lokal für den Abend. Lokal 1, das der Rezeptionist empfohlen hatte, hat leider geschlossen. Lokal 2 hat Franz per Google rausgesucht, dort bestellen wir einen Tisch für 20:30 Uhr. Um 17:45 Uhr sind wir wieder im Zimmer, ruhen uns aus und hübschen uns für den Abend auf (Hochzeitstag!).

Das Abendessen im Lokal (es gehört zu einem Silken Hotel) ist fantastisch. Wir essen gegrilltes Schweinefleisch in Pilz-Polenta-Soße und gönnen uns zum Nachtisch ein Schokodessert mit Whisky und dazu gibt’s Wein. Um 23 Uhr sind wir hundemüde im Bett.


Montag, 29.05.2023 (Vitoria-Gasteiz – Salto de Neron – Vitoria-Gasteiz)

Zu Hause wäre heute Feiertag (Pfingstmontag), in Spanien nicht. Wir stehen wieder gegen 8 Uhr auf und werfen uns heute in die Wanderklamotten. Bei mir sieht das so aus wie die letzten Tage auch (Jeans, T-Shirt, Turnschuhe), aber Franz zieht die Wanderhose an. Heute geht es nach einer Fahrt von ca 44 km mit dem Rucksack zum Salto de Nervion, einem (ausgetrockneten) Wasserfall im Nationalpark in der Region Kastilien. Die Rundwanderung führt durch ursprüngliche Buchenwälder und ist einfach ein Genuss für die Augen. Fotos und Filmaufnahmen kommen nicht zu kurz ;-). Der Abbruch an der halbkreisförmigen Steinkante ist gigantisch. Nach dieser Wanderung fahren wir über die Ortschaft Guinea wieder zurück nach Vitoria-Gasteiz, halten noch kurz bei einer (geschlossenen) romanischen Kirche, umrunden dann wieder das Hotel, um in die (richtige) Tiefgarage zu kommen und machen uns dann erst mal frisch.

 


Heute ist die Altstadt um 15 Uhr fast ausgestorben, es haben kaum Lokale offen. An der Plaza España essen wir eine Tortilla und Bier/Cola. Bei der Lokalsuche fürs Abendessen latschen wir uns wieder die Füße ab und sind um 17 Uhr unverrichteter Dinge, aber mit platten Füßen wieder im Hotel. Die Dusche und Zimmerstunde tut gut.
Die Lokalsuche beenden wir schließlich auf der Plaza Bianca mit ein paar Pintxos, Bier und Rotwein. Auf dem Heimweg wartet im Park Florida noch ein Eis auf uns (1 Kugel in der Waffel 3,50€; Tiramisu bzw. Stracciatella, aber gut war’s). Heute sind wir müde und schlafen bereits um 22 Uhr.

 Dienstag, 30.05.2023 (Vitoria-Gasteiz – Balmaseda)

Nach dem Frühstück mit einer Trendtours-Gruppe, die sich ohne Reiseleiter selbst im Frühstücksraum verläuft, reisen wir heute von Vitoria-Gasteiz weiter Richtung Nord-Westen. Auf Grund der Einbahnstraßenregelungen dauert es wieder, bis wir die Stadt hinter uns gelassen haben. Wir starten bei 14°C und Nebel, aber das ändert sich bald. Es geht durch Berglandschaften nach Oñati oder Oñate (wird mal so, mal so geschrieben). Wir parken bei einem Kloster im Wohngebiet und schauen uns dann das kleine, mittelalterliche Städtchen mit herrschaftlichen Palästen und einer sehenswerten Holzdecke im Rathaus an.

Dann fahren wir weiter nach Durango und parken hier mal in der Nähe eines Aldi, etwas außerhalb. Abwechslung muss sein. Wir schlagen uns durch bis zur Kathedrale, die von ohrenbetäubender Musik durch irgendeine Demo beschallt wird und genehmigen uns dann eine kleine Erfrischung in einem Caffè (Cola und Kaffee; 4€). Als wir wieder beim Auto sind, schlägt uns die Hitze entgegen.

Jetzt geht es wieder in einem Straßenwirrwarr (ohne Maut) auf Autobahnen, unter Autobahnen durch und über Autobahnen drüber um Bilbao herum nach Balmaseda. Selbst ich, als unbeteiligte Beifahrerin, bin durchgeschwitzt, als wir um 14 Uhr bei unserem Hotel San Roque ankommen. Den Parkplatz finden wir gleich, den Hoteleingang steuern wir erst mal von hinten übers Restaurant an und fragen uns schließlich zur Rezeption durch, die sich verwinkelt hinter der Bar befindet und nur zu bestimmten Zeiten besetzt ist. Man spricht Spanisch – nur Spanisch. Wir verstehen so ungefähr, bezahlen das Zimmer und ziehen ins ehemalige Kloster ein. Es ist ein 3-Bettzimmer im ersten Stock. Das Kloster ist sehenswert und wir gönnen uns Wein und Traubensaft im Innenhof (3,60€). Nun erkunden wir den kleinen Ort mit der römischen Brücke, 2 Kirchen und kleinen Gässchen. Um 17 Uhr halten wir wieder Siesta, bevor wir dann zum Abendessen wieder losziehen. Das Abendessen gestaltet sich spärlich. Das Lokal, das laut Google super tolles Essen hat, hat heute nur noch zwei verschiedene Brötchen zu bieten. Bei der Crêperie hat die Küche geschlossen und macht erst morgen wieder auf. Wenigstens bekommen wir hier ein paar (recht gute) Pintxos und Wein. Danach sind wir müde und ziehen uns in unsere Klosterzelle zum Schlafen zurück.


Mittwoch, 31.05.2023 (Balmaseda – Getxo – Bilbao)

Wir haben gut geschlafen und sind um 8 Uhr wieder aus dem Bett. Unser Abschiedsfrühstück fällt spärlich aus, weil das Hotel kein Frühstück anbietet, gibt es auf dem Zimmer einen Wasserkocher, löslichen Kaffee, Aprikosensaft und ein süßes Teilchen vom Hotel. Franz lässt ein bisschen was übrig, war wohl zu üppig. Danach machen wir unser Gepäck wieder rückflugtauglich zurecht und rattern mit unseren Koffern aus unserer Unterkunft. Nun steht uns eine kurze Fahrt nach Getxo bevor, zur Ponte Biskaia. Wir steuern gleich mal ein Parkhaus (Manuel Gainza) an und wandern bei bedecktem Himmel los. Wir hätten wohl kaum ein entfernteres Parkhaus finden können. Gute 3,5km schwitzen wir den –immerhin gepflasterten und bewaldeten – Hang hinunter und dann an der Strandpromenade an einem ankernden Kreuzfahrtschiff vorbei zur berühmten Brücke. Endlich kommt die Puente Vizcaya/ Biskaia Zubia in Sicht und wir sind trotz bedecktem Himmel durchgeschwitzt. Für 9,80€ pro Person dürfen wir mit dem Aufzug hoch fahren und dann über die Fußgängerbrücke zur anderen Seite. Die Aussicht von dort oben ist trotz Dunst super. Wieder Zurück geht es mit dem Aufzug auf der anderen Seite und mit der Schwebefähre.

Eigentlich wollten wir jetzt so richtig schön einkehren, entschließen uns aber dann doch erst mal den Rückweg zu machen und am Ausgangspunkt was zu trinken, wenn wir den Aufstieg gemeistert haben. Also wieder 45 Minuten retour. Franz gönnt sich erst mal ein Cola und ich ein Wasser. Dann suchen wir eine Pizzeria, finden sie jedoch nicht, aber meine Nase leitet uns dann doch zu Lokalen. Im zweiten Lokal werden wir fündig und genießen unsere Pintxos und Cola. Nun befreien wir das Auto aus der Parkgarage (4€) und starten gegen 13 Uhr Richtung Flughafen. Unterwegs suchen wir noch eine Tankstelle und liefern dann den Wagen unbeschadet und vollgetankt wieder ab. Die Beschilderung im Parkhaus war ziemlich dürftig, aber nach Rückfrage bei einem Reinigungsmann, finden selbst wir die Autovermietung. Jetzt sind wir den Wagen los und marschieren Richtung Abflug. Weil beim Check-in nur der Business-Schalter geöffnet hat, probieren wir es mal dort und werden tatsächlich das Gepäck los. Im Abflugsbereich gönnen wir uns noch ein Glas Wein und Franz ein Hörnchen. Dann warten wir auf den Abflug (15:30 Uhr). Wir warten und warten. Mit ziemlicher Verspätung fliegen wir gegen 19:15 Uhr weg und weil es über den Alpen gewittert dürfen wir eine Route entlang der französischen Atlantikküste, über Paris und Luxemburg nach München fliegen.

Um 22:50 Uhr sind wir mit Sack und Pack, vielen Eindrücken, Fotos und Filmmaterial wieder zu Hause.